Hans-Peter Korff

Adelheid und ihre Mörder

Adelheid und ihre Mörder

In jeder Folge der Serie ging es um einen Mordfall, den die 2. Mordkommission, Mord Zwo genannt, aufklären sollte. Obwohl nur als Sekretärin angestellt, hat es sich Adelheid zum Hobby gemacht, den jeweiligen Täter selbst zu ermitteln. Ihr Vorgesetzter, Kriminalhauptkommissar Ewald Strobel, versuchte in der Regel, die Einzelheiten des Falles vor Adelheid zu verheimlichen und den Fall ohne ihre Hilfe zu lösen. Adelheid kam dennoch zum Zuge, durchforstete den Tatort, vernahm heimlich (und meist unter Vorspiegelung der Funktion einer Ermittlungsbeamtin) Zeugen und entdeckte Hinweise, die ihre Kollegen übersehen hatten. Zusammen mit ihrem Ex-Ehemann Eugen Möbius, der bei der Polizei Hamburg im Streifendienst arbeitete und für das Hobby seiner von ihm immer noch geliebten Ex-Frau regelmäßig Dienstpflichtverletzungen begehen musste, löste sie die Fälle, während Hauptkommissar Strobel noch im Dunkeln tappte.

Ebenso kam Adelheid oft nach Abschluss ihrer Ermittlungen durch den jeweiligen Täter in eine gefährliche Situation, aus der sie nur durch den heldenhaften Einsatz ihrer Kollegen und des von ihr heimlich verehrten, aber kriminalistisch glücklosen Hauptkommissars befreit wurde. Durch diese Schlussszenen bekam jede Episode etwas Versöhnliches, da letztendlich die Sache nur durch die gemeinsamen Anstrengungen aller Beteiligten zu einem guten Ende kam.

Adelheid lebte nach der Scheidung von Eugen mit ihrer Mutter Rosa Müller-Graf-Kleditsch in einer edlen Altbau-Wohnung (Drehort in Hamburg). Der gemeinsame Sohn von Adelheid und Eugen, Holger (Konstantin Graudus), begann zunächst nach einigen Gelegenheitsjobs eine Ausbildung bei der Polizei, wanderte dann jedoch nach Marseille/Frankreich aus.

Weitere Kennzeichen der Serie, insbesondere in der 5. Staffel, waren die ewigen Rangeleien der Abteilung Mord Zwo mit der konkurrierenden Mord Eins und die Rivalitäten zwischen Ewald Strobel und seinem Vorgesetzten (zunächst Dr. Siegbert Heimeran, dann Direktor Ferdinand Dünnwald). Ein in jeder Folge wiederkehrender Running Gag sind die Dialoge zwischen Adelheid und ihrer Mutter (Adelheid: „Muddi?“, Mutter: „Sag nicht immer Muddi zu mir“, Adelheid: „In Ordnung, Muddi“). Des Weiteren sind die eigentlichen Morde bzw. Mörder in den neuesten Staffeln nicht mehr zu sehen. Man sieht diese jedoch am Ende jeder Sendung. Während in früheren Folgen immer der eigentliche Mord gezeigt wurde, ist in späteren nur noch die Bergung der Leiche zu sehen.

Sonst arbeitete in der Mord Zwo auch Kommissar Dieter Pohl, der von seiner einstigen Dauerfreundin Marion kurz nach der Hochzeit verlassen wurde und später Wichtrud Schaller aus der Mord Eins heiratete. Dann gab es noch Kommissar Gernot Schubert, der sich durch ewige Krankmeldungen und Kuren vor seinem Dienst drücken wollte, aber auch durch außergewöhnliche Begabungen, wie z.B. Golf, oder Fotografie auffiel. Kommissar Ralf Schilling, der als Ersatzmann für Schubert kam, wurde von Strobel häufig von oben herab behandelt und missachtet. In der ersten Staffel kam auch regelmäßig der Gerichtsmediziner Dr. Dochnal (Klaus Mikoleit) vor, der später von dem sporadisch auftretenden Dr. Wagner (Heinz Lieven) ersetzt wurde. Und nicht zuletzt gab es in der fünften Staffel noch Dünnwalds aufmüpfig-neugierige Sekretärin Frau Kölmel (Christiane Leuchtmann).

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